Tarot und Beziehung. Wenn man nicht mehr weiß, wo man steht.

Tarot hatte lange den Ruf der Hexerei & der Wahrsagerei. Viele sind genau mit dieser Erwartung an die Karten gegangen und wollten einfach wissen ,was als nächstes passiert. Heute wird es von immer mehr Menschen anders genutzt. Es geht weniger um feste Vorhersagen und mehr darum zu verstehen was gerade wirklich in einer Verbindung passiert.

In zwischenmenschlichen Beziehungen gehen oft Muster unter, die man selbst gar nicht mehr richtig wahrnimmt. Man steckt in einer Verbindung, die einem eigentlich nicht gut tut, und merkt es trotzdem nicht. Man redet sich Dinge schön, man hofft, man wartet, man passt sich der Situation an.

Dazu kommen diese ganzen Beziehungsmodelle von heute. Freundschaft Plus, Situationship, Kennenlernphase ohne klare Richtung. Alles bleibt irgendwie offen und gleichzeitig fühlt es sich verbindlich an. Man weiß oft selbst nicht, wo man eigentlich steht. Ist das ernst gemeint oder nur für den Moment. Bin ich wichtig oder nur eine Option.

Genau da wird es schwierig, weil man die eigenen Gefühle nicht mehr richtig einordnen kann. Man projiziert Hoffnungen auf das Gegenüber und übersieht dabei vielleicht die tatsächlichen Absichten dieser Person. Oder man interpretiert Verhalten, ohne wirklich zu wissen, was dahintersteckt.

Tarot kann in solchen Situationen ein Hilfsmittel sein, um wieder klarer zu sehen. Um sich selbst einzuordnen, was will ich wirklich, was erwarte ich, woran halte ich fest, obwohl es mir nicht gut tut. Und gleichzeitig kann man auch schauen, welche Dynamik vom Gegenüber ausgeht und was seine Beweggründe sind.

Die Karten helfen dabei, ein Gesamtbild zu bekommen. Oft fühlt man beim Legen schon, dass etwas eigentlich längst klar war, aber man es nicht sehen wollte. Dieses Wachrütteln kann entscheidend sein.

Mit diesem Hintergrundwissen fällt es leichter, Entscheidungen zu treffen, ob man bleibt, ob man Abstand nimmt, ob man ein Gespräch sucht. Tarot wird dadurch zu einer Art Impulsgeber.

Viele stellen durch eine Legung fest dass sie mehr Einfluss haben als sie dachten. Man ist nicht einfach Opfer der Umstände oder der Gefühle des anderen. Man trägt seinen Teil dazu bei wie sich eine Beziehung entwickelt. Diese Erkenntnis kann unbequem sein weil sie Verantwortung mit sich bringt, aber genau darin liegt auch Stärke.

Am Ende entscheidet kein Kartenbild über Liebe oder Trennung. Was man daraus macht liegt immer bei einem selbst.